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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Boden des Jahres 2011

Die Vega

Vegen sind braune fruchtbare Böden im Überflutungsbereich von Flüssen und werden auch als braune Auenböden bezeichnet Sie gehören nach der deutschen Bodenklassifikation zu den semiterrestrischen Böden (Bodenbildung unter stark schwankendem Grundwassereinfluss).
Der Name Vega stammt aus dem iberischen Sprachraum und bedeutet so viel wie „Aue“ oder „fruchtbare Ebene“. Typische Merkmale: dunkler, humusreicher Oberböden mit graubraunem feinkörnigem Unterboden, der deutlich geschichtet und oft ebenfalls humushaltig ist (siehe Abbildung 1). Darunter können sich Kiesschichten älterer Flussablagerungen oder Oberböden früherer Auenböden befinden.

Man unterscheidet zwei Typen von Vegen:

  • Allochthone Vega (allochthon: griechisch állos = anderer, chthõn = Land; an anderer Stelle entstanden) – die charakteristische Braunfärbung geht auf bereits vorverwittertes braunes Bodenmaterial im Auensediment zurück, welches z. B. durch Erosion verlagert wurde.
  • Autochthone Vega (autochthon: griechisch autos = selbst; chthõn = Land; an Ort und Stelle entstanden) – die typische braune Färbung entsteht erst nach der Ablagerung des Auensediments.
Boden des Jahres 2011 - Profil

Abbildung 1: Bodenprofil einer Pseudogley-Vega in der Elbaue nahe Dömitz, LUNG 2015.


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