Direkt zum Inhalt, Accesskey 1, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 2

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

Weitere Landesportale:

Landesportal | Dienstleistungsportal | Regierungsportal



Boden des Jahres 2015

Der Stauwasserboden

Die Pseudogleye zählen nach der deutschen Bodenklassifikation zu den Stauwasserböden. In ihnen kann das Niederschlagswasser nicht ungestört versickern, weil eine Schicht undurchlässigen Materials im Unterboden (der Staukörper) das Wasser staut. Der Staukörper besteht meist aus schluffig-tonigem Material oder bildet sich im Laufe der Zeit, indem Ton aus dem Oberboden in den Unterboden verlagert wird und sich dort anreichert. Über dem Staukörper sammelt sich zeitweise das Wasser im sogenannten Stauwasserleiter und verdrängt dabei die Bodenluft aus den Poren. Spezialisierte Bakterien wandeln Eisen- Manganverbindungen (reduzieren), welche den Böden die braune Farbe geben, in helle, wasserlösliche Verbindungen um, wodurch der Stauwasserleiter gebleicht wird. Die nunmehr löslichen Eisen- und Manganverbindungen werden innerhalb des Bodens umgelagert und verrosten (oxidieren) bei Kontakt mit atmosphärischem Sauerstoff (z.B.: bei der Austrocknung des Bodens im Sommer). Dies führt dazu, dass der Boden rot-orange und schwarz gefärbt wird. Allmählich entsteht so ein gefleckter Boden mit einem kleinräumigen Nebeneinander von nassgebleichten und rostfarbenen Bereichen (siehe Abbildung 1). Dieses Farbspiel erinnert an eine "Marmorierung".

Boden des Jahres 2015 - Pseudogley

Abbildung 1: Bodenprofil eines Normpseudogleys unter Ackernutzung in M-V, LUNG 2015.


zurück


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut