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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Artendatenbank M-V - Einführung

Vortrag Einführung MultiBaseCS (M. Holz)
Folie aus PowerPoint-Vortrag
zur Einführung von MultiBaseCS in M-V
(M. Holz)
Karte aus MultiBaseCS
Karte aus MultiBaseCS
"Anzahl Beobachtungen pro MTB
(Libellen Stand 2012)"

 

Aufgabe:

Die Zuständigkeit für die Erfassung des Zustands von Natur und Landschaft und von Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensräumen liegt nach § 3 Naturschutzausführungsgesetz - NatSchAG M-V bei der oberen Naturschutzbehörde des Landes (LUNG). Im Rahmen dieses Auftrags werden u. a. landesweite Verbreitungsangaben zu Artenvorkommen erfasst und zum Beispiel zur Erstellung von Roten Listen und Verbreitungsatlanten genutzt. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wurde im Jahr 2010 das PC-Programm MultiBaseCS als Grundlage für die Artendatenbank M-V eingeführt. Dieses Programm ist für landesweite Kartierungen von Tier- und Pflanzenarten und für die behördliche Arbeit im Artendatenbereich hervorragend geeignet. Dabei deckt MultiBaseCS von der Erfassung durch Ehrenamtliche und Gutachter über die gezielte Darstellung und Auswertung, bis zur behördlichen Auskunft nach dem Umweltinformationsgesetz alle Bereiche der Artendatenverwaltung ab. Auch die Daten und Bewertungen für das FFH-Stichprobenmonitoring Arten im Rahmen der EU-Berichtspflicht nach FFH-Richtlinie werden ab 2017 in MultiBaseCS gesammelt und verwaltet.

 

Geschichte:

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit den 1990er Jahren Artendaten mit Hilfe von ehrenamtlich im Naturschutz Tätigen und von Artspezialisten aus Institutionen und Gutachterbüros in verschiedenen Formaten digital erfasst (Datenbanken wie WinArt, Excel-Tabellen, Geo-Daten, v.a. Shape-Files). Probleme entstanden durch die Erfassung ohne Referenzen bzw. ohne abgestimmte oder mit veralteten Referenzen. Dadurch war die Auswertbarkeit der Daten zum Teil stark eingeschränkt. Nur mit sehr viel Aufwand bei der technischen und inhaltlichen Aufbereitung konnten diese Daten weiter genutzt werden. Aufgrund der oben genannten Aufgaben und der bisherigen Erfahrungen wurde die Artendatenbank-Software MultiBaseCS, entwickelt von der Firma 34u, in M-V eingeführt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Erfahrungen des Bundeslandes Sachsens mit dieser Software seit 2005. Sachsen war eines der ersten Bundesländer, das eine einheitliche, professionelle Software zur Verwaltung von floristischen und faunistischen Artenvorkommen sowie zur Auskunftserteilung nach dem Umweltinformationsgesetz eingesetzt hat.

 

Anwendung:

Seit Dezember 2010 besitzt M-V eine Landeslizenz für MultiBaseCS. Sie kann von allen Naturschutzbehörden genutzt werden und in diesem Rahmen auf beliebig vielen Client-Rechnern installiert werden. Zur Arbeit mit MultiBaseCS ist eine SQL-Server-Datenbank als Datencontainer zur Datenhaltung je Naturschutzbehörde notwendig, da in M-V datentechnisch aus verschiedenen Gründen (fehlende technische Voraussetzungen, Datensicherheit) dezentral gearbeitet wird. Über die professionellen Im- und Export-Funktionen von MultiBaseCS findet ein verlässlicher und technisch unkomplizierter Datenaustausch zwischen den Nutzern statt. Ziel der landesweiten Arbeit mit MultiBaseCS ist die Führung der Artendatenbank M-V im LUNG, in der alle von ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie mit öffentlichen Mitteln erhobenen Artbeobachtungen gesammelt, gepflegt und verwaltet werden. Diese stehen entsprechend der jeweiligen behördlichen Aufgabe (Berichtspflichten, Vollzug, Atlanten, Rote Listen, Datenherausgabe, GIS-Analysen, Projekte …) und unter Berücksichtigung von Rechten autorisierten Nutzern in den Naturschutzbehörden des Landes zur Verfügung. Im Rahmen der Landeslizenz können über das LUNG kostenlos MultiBaseCS-Home-Edition-Lizenzen an ehrenamtlich im Naturschutz Tätige vergeben werden, wenn Sie sich am weiteren Aufbau der Artendatenbank M-V beteiligen wollen.

Konkrete Informationen zur Nutzung von MultiBaseCS in den Behörden des Landes finden Sie hier:


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