Direkt zum Inhalt, Accesskey 1, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 2

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

Weitere Landesportale:

Landesportal | Dienstleistungsportal | Regierungsportal



Aufnahme hilfsbedürftiger Tiere

  • Jedermann darf, vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufnehmen um sie gesundzupflegen.
  • Die Pflege ist mit der Zielbestimmung Wiederauswilderung zu realisieren, die vorzunehmen ist, wenn der Gesundheitszustand dies erlaubt.
  • Die Aufnahme von Tieren der streng geschützten Arten ist gemäß § 45 Abs. 5 BNatSchG bei der oberen Naturschutzbehörde (LUNG) anzuzeigen. Verwenden Sie hierfür bitte das Formularblatt: Aufnahme streng geschützter Exemplare zur Pflege. Bei Exemplaren streng geschützter Arten ist eine besonders hochwertige Pflege zu sichern. Daher muss die zuständige Naturschutzbehörde (LUNG) die Möglichkeit erhalten, über den Ort der Pflege zu entscheiden. Die Meldung sollte möglichst zeitnah, daher telefonisch, per Fax aber auch per E- Mail erfolgen. Die Unterlassung der Meldung nach der Aufnahme stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Hintergrundinformationen und Hinweise:

Auch Wildtiere werden alt und krank. Es ist Teil des natürlichen Kreislaufs, das diese Tiere zur Beute werden oder sterben. Wer aber dennoch ein hilfsbedürftiges Tier aufnehmen möchte, sei es, weil ein noch nicht weit genug entwickeltes Jungtier überwintert wird (Igel), verwaiste Jungvögel wenige Tage bis zur eignen Futtersuche unterstützt werden sollen oder einzelnen Exemplaren streng geschützten Tieren als Beitrag zum Artenschutz nach Verletzungen das Überleben gesichert werden soll (z.B. Fledermäuse oder Störche) sollte nachfolgende Hinweise beachten:

  • Es ist eindeutig zu ermitteln, ob wirklich eine Hilfsbedürftigkeit besteht! Jungtiere, die allein aufgefunden werden, sind in den seltensten Fällen verlassen worden. Um dies zu ermitteln ist meist stundenlanges, nicht störendes Beobachten erforderlich. Ausnahmen bilden eindeutig verletzte Tiere oder Tiere mit atypischem Verhalten (z.B. im Winter freilaufende Igel)
  • Bei jagdbarem Wild ist immer der Jagdausübungsberechtigte zu informieren. Er besitzt das Aneignungsrecht und kann meist kompetent über eine bestehende Hilfsbedürftigkeit entscheiden.
  • Die eigene Kompetenz und die zeitlichen und räumlichen Ressourcen für die Übernahme der Pflege sind kritisch zu hinterfragen. Die Pflege eines aufgenommenen Wildtieres ist nur dann zu vertreten, wenn es so gepflegt wird, dass es wieder ausgewildert werden kann. Anspruchsvollere Arten können meist nur in Tiergärten oder vergleichbaren Einrichtungen kompetent versorgt werden.

Die Erfüllung der Vorgaben aus § 2 Abs. 1 Tierschutzgesetz ist bei der Pflege zu sichern. Als Orientierung für die Ansprüche der Pfleglinge können die Mindestanforderungen an eine artgerechte Haltung von Wirbeltieren dienen.

Gerade bei hilfsbedürftigen Tieren kann auch eine Tollwutinfektion Ursache eines atypischen Verhaltens sein. Maßnahmen des Eigenschutzes sind daher erforderlich.

In M-V sind von der Naturschutzbehörde noch keine Abgabestellen für hilfsbedürftige Tiere benannt worden. Dankenswerterweise übernehmen einige tiergärtnerische Einrichtungen unseres Bundeslandes die mit der professionellen Gesundpflege verbundenen Aufgaben.

Eine Auflistung der in unserem Bundesland heimischen streng geschützten Tierarten finden Sie auf folgender Internetseite des LUNG:

http://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/umwelt/natur/artenschutz/geschuetzte_arten.htm

Eine weitere Recherchemöglichkeit bietet: http://www.wisia.de/FsetWisia1.de.html

Die Meldung der Aufnahme eines hilfsbedürftigen Tieres einer streng geschützten Art richten Sie bitte an das:

Landesamt für Umwelt Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG), Goldberger Str. 12, 18273 Güstrow

bernd.presch@lung.mv-regierung.de           Fax: 03843 777 9 201

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

§ 45 Abs. 5 BNatSchG

Abweichend von den Verboten des § 44 Absatz 1 Nummer 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die von der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde bestimmte Stelle abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, so hat der Besitzer die Aufnahme des Tieres der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde zu melden. Diese kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen.

§ 2 Abs. 1 Tierschutzgesetz 
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

 

Formular: Aufnahme streng geschützter Tiere zur Pflege (bitte an das LUNG senden (Fax: 03843 7777 9201)

 Bitte machen Sie zum Fundtier folgende Angaben: 

 

Art: _________________________________         Anzahl :_________               Fundtag: _____________ 

 

Verbleib:     O    beim Finder                 O    an folgendem Standort bei: __________________________________________________________

 

Fundort:

              ____________________________________________________________________________________________________________

 

Kontaktdaten des Finders für Rückfragen:

Name des Aufnehmenden :

 

Vorname:

Straße:

 

Hausnummer:

PLZ:

 

Ort:

Telefonnummer:

 

E-Mail-Adresse:


zurück


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut