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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Rechtsgrundlagen europäischer Schutzgebiete ("Natura 2000")

europäische Rechtsvorschriften:

Das Netz "Natura 2000" besteht aus den Gebieten der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-Richtlinie, vom 21. Mai 1992, 92/43/EWG) und der Vogelschutzrichtlinie (vom 2. April 1979, 79/409/EWG; ersetzt durch kodifizierte Fassung vom 30. November 2009, 2009/147/EG):

 

Die EU-Kommission veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union Listen von Gebieten gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) nach der FFH-Richtlinie. Die Veröffentlichung erfolgt jeweils für sog. biogeografische Regionen. Mecklenburg-Vorpommern ist der kontinentalen biogeografischen Region zugeordnet. Eine Liste für die kontinentale biogeografische Region wurde erstmals im Dezember 2004 veröffentlicht. Diese Liste enthält die Gebiete, die das Land Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 1998 und 1999 an die EU-Kommission gemeldet hat.

Im Januar 2008 erfolgte die Veröffentlichung einer ersten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Damit wurden alle FFH-Gebietsvorschläge des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit Ausnahme der Nachmeldung der fünf marinen Gebiete aus dem Jahr 2008 durch die EU-Kommission als GGB bestätigt.

Im Februar 2009 erfolgte die Veröffentlichung einer zweiten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern jedoch keine Veränderung.

Im Februar 2010 erfolgte die Veröffentlichung einer dritten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Damit wurden alle FFH-Gebietsvorschläge des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch die EU-Kommission als GGB bestätigt.

Im Februar 2011 erfolgte die Veröffentlichung einer vierten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern jedoch keine Veränderung.

Im Januar 2012 erfolgte die Veröffentlichung einer fünften aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern jedoch keine Veränderung.

Im Januar 2013 erfolgte die Veröffentlichung einer sechsten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern (abgesehen von einer geringfügigen Größenänderung eines Gebietes) jedoch keine Veränderung.

Im Dezember 2013 erfolgte die Veröffentlichung einer siebten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern (abgesehen von geringfügigen Größenänderungen bei zwei Gebieten) jedoch keine Veränderung.

Im Januar 2015 erfolgte die Veröffentlichung einer achten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern (abgesehen von einer Größenänderung beim Gebiet "Riedensee") keine Veränderung.

Im Dezember 2015 erfolgte die Veröffentlichung einer neunten aktualisierten Liste von GGB für die kontinentale biogeografische Region. Diese brachte für Mecklenburg-Vorpommern keine Veränderung.

 

Im Jahr 1997 hat die EU-Kommission erstmals festgelegt, in welcher Form Informationen zu den im Rahmen von Natura 2000 vorgeschlagenen Gebieten zu übermitteln sind. Sie hat darin insbesondere das Format der sog. Standarddatenbögen (SDB) festgelegt:

Im Jahr 2011 hat die EU-Kommission eine Überarbeitung des Datenbogens für die Übermittlung von Informationen zu Natura-2000-Gebieten veröffentlicht. Die Standarddatenbögen (SDB) sind zukünftig in einem neuen Format zu erstellen.

 

nationale Rechtsvorschriften:

Die nationale Umsetzung der europäischen Richtlinien erfolgt über das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und das Naturschutzausführungsgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern (NatSchAG M-V).

Mit der Landesverordnung über die Europäischen Vogelschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern (Vogelschutzgebietslandesverordnung – VSGLVO M-V) vom 12. Juli 2011 wurden alle 60 im Jahr 2008 vom Land Mecklenburg-Vorpommern an die EU-Kommission gemeldeten europäischen Vogelschutzgebiete in nationales Recht umgesetzt.

Mit der Ersten Verordnung zur Änderung der Vogelschutzgebietslandesverordnung vom 6. August 2015 wurde ein weiteres Vogelschutzgebiet in nationales Recht umgesetzt. Außerdem wurden die Grenzen und Schutzinhalte einiger Gebiete verändert.

Mit der Zweiten Verordnung zur Änderung der Vogelschutzgebietslandesverordnung vom 9. August 2016 wurden die 234 FFH-Gebiete in nationales Recht umgesetzt.

Mit dieser Änderungsverordnung wird die "Vogelschutzgebietslandesverordnung (VSGLVO M-V)" zugleich in "Natura 2000-Gebiete-Landesverordnung - Natura 2000-LVO M-V" umbenannt. Nachfolgend finden Sie den Link zur aktuellen Fassung als Fließtext mit eingearbeiteten Änderungsverordnungen:


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