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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Überwachung kerntechnischer Anlagen

Es ist Aufgabe der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, die Einhaltung der in den Genehmigungen festgelegten Grenzwerte für Emissionen radioaktiver Stoffe und deren Auswirkungen auf die Umgebung, die Immissionen, zu kontrollieren und zu untersuchen. Die zuständige Aufsichtsbehörde in M-V ist seit 2006 das Innenministerium (IM). Die Emissions,- und Immissionsüberwachung erlaubt eine Beurteilung der aus Ableitungen radioaktiver Stoffe mit Luft und Wasser resultierenden Strahlenbelastung des Menschen und der Umwelt. Sie ermöglicht eine Kontrolle der Einhaltung von maximal zulässigen Aktivitätsabgaben.

In M-V führt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie - Abteilung Umweltanalytik und Strahlenschutz - im Auftrag des IM diese Aufgaben für den Kernanlagenstandort Lubmin ( KGR und ZLN ) durch.

Die Messungen erfolgen gemäß der vom BMU erlassenen "Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (REI)". Dabei werden regelmäßig Umweltproben (z.B. Wasser, Boden, Bewuchs, Obst ...) aus der Umgebung des Standortes im Labor auf ihren Radioaktivitätsgehalt überprüft, um die Immissionsdaten zu kontrollieren. Zusätzlich werden auch Ortsdosis,- bzw. Ortsdosisleistungsmessungen vor Ort in der Umgebung der kerntechnischen Anlagen zur Kontrolle der Direktstrahlung aus den Anlagen durchgeführt. Alle Messungen und Beprobungen erfolgen nach festgelegten Plänen.

Zur Überwachung der Emissionen sind Messgeräte in den  Abluftkaminen und in den Abwasseranlagen vorhanden. Zusätzlich werden Proben aus der Abluft und dem Abwasser entnommen und untersucht.

Alle bisherigen Messungen haben zum Ergebnis, dass die festgestellten Aktivitätswerte (insbesondere die des Cäsium-137) in den kontrollierten Umweltmedien dem allgemein vorhandenen Kontaminationsniveau entsprechen und auf die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl bzw. die oberirdischen Kernwaffenversuche in den 19-sechziger Jahren zurückzuführen sind.

Erhöhte Radioaktivitätsabgaben aufgrund der Demontagearbeiten an den Anlagen der stillgelegten Blöcke des Kernkraftwerkes Lubmin/Greifswald wurden nicht nachgewiesen.

Auch die Emissionen aus dem ZLN (seit 2006 befinden sich alle abgebrannten Brennelemente aus den Blöcken 1 bis 5 in CASTOR- Behältern im ZLN) mit der Abluft und dem Abwasser liegen weit unterhalb der behördlichen Genehmigungswerte.

Somit konnte eine strahlenschutzrelevante Beeinflussung der Umgebung durch die  kerntechnischen Anlagen KGR und ZLN bisher nicht festgestellt werden.


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