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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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COHIBA in Mecklenburg-Vorpommern

Warum ist COHIBA für Mecklenburg-Vorpommern wichtig?

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kenntnisstand zum Vorkommen gefährlicher Schadstoffe in den Gewässern vergleichsweise gering. Nur für wenige der 11 im Baltic Sea Action Plan (BSAP) genannten gefährlichen Schadstoffe/Schadstoffgruppen liegen Immissionsmessungen in den Oberflächengewässern des Binnenlandes einschließlich der Ostseezuflüsse vor. Für die Küstengewässer ist die Datenlage noch schlechter. Schadstoff- und Bioeffektuntersuchungen an Biota aus den Küstengewässern weisen jedoch auf eine Belastung der Küstengewässer durch gefährliche Stoffe hin. Die Fallstudie soll zur Ursachenaufklärung für diese Effekte dienen.

Stadthafen Rostock


Was trägt Mecklenburg-Vorpommern zum Erfolg von COHIBA bei?

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich im Rahmen der Arbeitsgruppe 3 an der Erstellung von Fallstudien sowie an der Entwicklung innovativer Ansätze zur Verringerung der Belastungen infolge "Gefährlicher Stoffe".

Das Ziel dieser Arbeitsgruppe besteht in einer gemeinsamen Bewertung der Ökotoxizität für die gesamte Ostseeregion. Zu diesem Zweck werden  wirkungsbezogene Abwasseruntersuchungen (Whole Effluent Assessments (WEA)) vorgenommen auf deren Grundlage innovative und toxizitätsbasierte Grenzwerte für die Einleitung von Abwässern in die Ostsee entwickelt werden sollen. Die Biotests werden in MV von der bioplan GmbH (http://www.bioplan-online.de) durchgeführt.

Bislang beziehen sich Grenzwerte für Einleitungen häufig lediglich auf die Konzentration bestimmter Schadstoffe. Aussagen über die Auswirkungen auf die Umwelt können anhand dieser Grenzwerte allerdings nur schwer erfasst werden, da ein Stoff ggf. bis zu einem bestimmten Grenzwert für Gewässerlebewesen nicht giftig ist, solange er einzeln auftritt. Treten verschiedene Stoffe gleichzeitig in bestimmter Konzentration unterhalb ihres Grenzwerts auf, kann es trotzdem vorkommen, dass sich eine giftige Wirkung für die Lebewesen einstellt. Daher ist es das zentrale Anliegen der wirkungsbezogenen Abwasseruntersuchung, die Auswirkung der eingeleiteten Abwässer auf die Gewässerlebewesen zu untersuchen und nicht nur einzelne Grenzwerte bestimmter Stoffe zu überprüfen.

Um vergleichbare und verlässliche Ergebnisse über die Quellen gefährlicher Stoffe treffen zu können, ist es wichtig die Erfassungsmethoden in der Ostseeregion zu vereinheitlichen.  Zu diesem Zweck werden im Rahmen des COHIBA-Projekts Fallstudien in den Ostseeanrainerstaaten durchgeführt.

Als Agrarland mit einer niedrigen Industrieproduktion erfolgen in Mecklenburg- Vorpommern punktuelle Schadstoffeinträge hauptsächlich über kommunale Direkteinleitungen aus den Kläranlagen der größeren Küstenstädte sowie bei Starkniederschlägen über die Trennkanalisation dieser Städte. Insgesamt werden zwei  kommunale und zwei industrielle Kläranlagen, ein Regenüberlaufbecken sowie eine Deponie hinsichtlich des von ihnen ausgehenden Eintrages gefährlicher Schadstoffe in die Ostsee untersucht. Vorgeschaltet und parallel zu den Schadstoffuntersuchungen werden praxisorientierte Testverfahren zur Bewertung von ökotoxikologischen Wirkungspotenzialen durchgeführt.

Weitere Informationen:

   COHIBA-Abschlussveranstaltung M-V in Güstrow am 26. 04. 2012 / Vorträge:


 

Ansprechpartner:

Dr. Alexander Bachor:

André Schumann:



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